Tagliatelle

Tagliatelle

Tagliatelle sind eine Variante von Bandnudeln. Sie gelten als klassische Pasta aus der Region Emilia-Romagna in Italien. Die einzelne Nudel ist wie ein langes flaches Band geformt, den Fettuccine ähnlich, aber mit typischerweise ungefähr 5–10 mm etwas breiter.

Herkunft

Die Bezeichnung wurde aus dem Italienischen übernommen (ital. tagliare „schneiden“).

Tagliatelle und ihre Verwandten stammen aus der Region Emilia-Romagna im Norden Italiens. Die Pasta-Variation hat ihren Ursprung bereits im 15. Jahrhundert. Einer Legende nach wurde ein Hofkoch in der italienischen Renaissance von der hochzeitlichen Haarpracht der Fürstin Lucrezia Borgia inspiriert. Er widmete der Fürstin diese Pasta zu ihrer Vermählung mit Alfonso d’Este – und formte dann lange, breite Bandnudeln zu ästhetischen Pasta-Nestern. Zu Beginn wurden Tagliatelle nur am Hof gegessen. Doch nach und nach erreichten die Bandnudeln auch das Volk und die Küchen über die Landesgrenzen hinaus.

Zubereitung

  • Die gewünschte Menge in kochendes Salzwasser geben und weich werden lassen. Mit einem Holzlöffel umrühren, damit die Pasta nicht am Topfboden oder sogar aneinander kleben. Sie müssen schwimmen!
  • Nudeln brauchen beim Kochen ausreichend Platz. Man nehme also einen ausreichend großen Topf. Zudem braucht die Pasta auch viel Wasser, damit sich die ihnen anhaftende Stärke im kochenden Wasser auflöst.
  • Erst das Wasser im zugedeckten Topf rasch zum Kochen bringen, dann erst reichlich salzen, am besten mit grobem Meersalz.
  • Den oftmals gehörten Tipp, dem Wasser Öl zuzugeben, darf man auf keinen Fall Folge leisten: Das Öl “versiegelt” die Nudeloberfläche, so dass später keine Sauce mehr haften bleiben kann.
  • Die Nudeln nicht abtropfen lassen! Dabei werden sie kalt, trocknen aus und kleben zusammen! Sie sind durch ein großes Sieb rasch abzugießen und unverzüglich mitsamt dem anhaftenden Wasser mit der Sauce zu vermischen.
  • Die richtige Menge von Nudeln: Vorspeise: 50 bis 80 g (trockene Nudeln) pro Kopf; Hauptgericht: 100 bis 120 g; Beilage: 30 bis 40 g.

Verwendung

Da Tagliatelle normalerweise frisch bereitet werden, haben sie eine raue und poröse Konsistenz. Dadurch sind sie ideal geeignet für dicke Saucen mit Rind-, Kalb- oder Schweinefleisch, manchmal auch Kaninchen. Die klassische Art ist eine Fleischsauce ragù alla bolognese. Es gibt auch weniger gehaltvolle, meist vegetarische Möglichkeiten wie briciole e noci (Brotkrumen und Nüsse), uovo e formaggio (Ei und Käse, eine kalorienarme Variante von Carbonara) oder einfach pomodoro e basilico (Tomaten und Basilikum).

Das im deutschsprachigen Raum bekannte Gericht „Spaghetti bolognese“ ist so in Italien (insbesondere Bologna) nicht üblich. Stattdessen werden dort „Tagliatelle al Ragù“ serviert.

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  • Kochzeit: 8 Minuten

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