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Schiacciata all'uva

Italienisch kochen

Schiacciata all'uva

Saftige dunkle Trauben, weicher Hefeteig und eine goldene Kruste machen diese Schiacciata all'uva zu einem aromatischen Gebäck für den Spätsommer und Herbst.

Gesamtzeit
2 Std. 55 Min.
Portionen
8 Stücke
Schwierigkeit
einfach
Zutaten
10
Vorbereitung
35 Min.
Kochzeit
40 Min.
Region
Toskana
Gericht
Brote, Desserts
Schritte
9

Aus unserem Rezeptarchiv

Ein Rezept. Ein Stück Italien.

Bei der Schiacciata all'uva trifft ein schlicht gehaltener Hefeteig auf reichlich dunkle Trauben, Olivenöl und Zucker. Während des Backens geben die Früchte ihren Saft ab: Im Inneren entsteht dadurch eine weiche, beinahe marmeladige Schicht, während die Oberfläche goldbraun wird und stellenweise leicht karamellisiert.

Für die typische Form wird der Teig in zwei Lagen aufgebaut. Der größere Teil der Trauben liegt zwischen den Teigplatten, die übrigen Früchte werden in die Oberfläche gedrückt. So verteilt sich der Saft im ganzen Gebäck, ohne dass der Boden vollständig durchweicht. Lauwarm schmeckt die Schiacciata besonders saftig, nach dem Abkühlen lässt sie sich dafür sauberer schneiden.

Welche Trauben eignen sich?

Am besten passen kleine, aromatische blaue oder dunkelrote Trauben mit fester Schale. Weintrauben bringen meist einen intensiven Geschmack mit, enthalten jedoch häufig Kerne. Kernlose dunkle Tafeltrauben sind eine praktische Alternative und angenehmer zu essen. Sehr große Früchte sollten halbiert werden; kleine Beeren können ganz bleiben. Nach dem Waschen müssen die Trauben sorgfältig trocknen, damit kein zusätzliches Wasser auf den Teig gelangt.

Ein weicher, aber formbarer Hefeteig

Der Teig darf geschmeidig und leicht klebrig sein, muss sich nach dem Kneten aber zu einer glatten Kugel formen lassen. Das Wasser deshalb nicht heiß, sondern nur handwarm verwenden. Abhängig vom verwendeten Mehl können einige Milliliter mehr oder weniger nötig sein. Zusätzliches Mehl sollte nur sparsam eingearbeitet werden, denn ein zu fester Teig geht schlechter auf und wird nach dem Backen trocken.

Trauben und Teig richtig schichten

Die untere Teigplatte wird etwas größer ausgerollt, damit sie Boden und Rand des Blechs bedeckt. Darauf kommen ungefähr zwei Drittel der Trauben sowie ein Teil von Zucker und Olivenöl. Die zweite Platte wird aufgelegt und am Rand gut mit der unteren Lage zusammengedrückt. Die restlichen Trauben leicht in die Oberfläche drücken, aber nicht vollständig im Teig versenken. Beim Backen platzen einige Beeren auf und ihr Saft zieht in beide Teigschichten.

Backzeit, Konsistenz und typische Fehler

Die Schiacciata ist fertig, wenn die freien Teigstellen kräftig goldbraun sind und der austretende Traubensaft am Rand sichtbar eingedickt ist. Eine blasse Oberfläche deutet meist auf eine zu kurze Backzeit hin. Wird das Gebäck zu früh angeschnitten, kann heißer Saft auslaufen und der weiche Teig zusammengedrückt werden. Vor dem Portionieren sollte es daher mindestens 20 Minuten ruhen. Dunkelt der Zucker zu schnell nach, lässt sich die Oberfläche gegen Ende locker mit Backpapier abdecken.

Servieren und aufbewahren

Das Traubenfladenbrot passt pur zum Frühstück, zum Nachmittagskaffee oder als nicht zu schweres Dessert. Wer das süß-herbe Aroma betonen möchte, kann vor dem Backen einige zerdrückte Fenchelsamen darüberstreuen. Luftdicht verpackt bleibt die Schiacciata bei kühler Raumtemperatur etwa einen Tag saftig. Für eine längere Aufbewahrung einzelne Stücke einfrieren und nach dem Auftauen kurz im Backofen erwärmen.

Poche parole. Grande sapore. ♡

Zutaten

Hefeteig

Belag und Form

So wird’s gemacht

  1. 01

    Teig

    Die Hefe zusammen mit dem Zucker im handwarmen Wasser auflösen. Mehl und Salz in einer großen Schüssel vermischen. Hefewasser und 15 ml Olivenöl dazugeben.

  2. 02

    Alles 8 bis 10 Minuten zu einem glatten, weichen und leicht klebrigen Teig kneten. Abgedeckt an einem warmen Ort 70 bis 90 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat.

  3. 03

    Vorbereitung

    Ein Backblech von etwa 30 × 40 cm mit ungefähr 15 ml Olivenöl bestreichen. Die vollständig getrockneten Trauben bereithalten. Sehr große Trauben halbieren.

  4. 04

    Formen

    Den aufgegangenen Teig kurz entgasen und in zwei Portionen teilen, eine davon etwas größer. Die größere Portion auf leicht geölter Arbeitsfläche dünn auf Blechgröße ausziehen oder ausrollen und auf das vorbereitete Blech legen.

  5. 05

    Etwa zwei Drittel der Trauben auf der unteren Teiglage verteilen und leicht andrücken. Mit 25 g Zucker bestreuen und mit 15 ml Olivenöl beträufeln.

  6. 06

    Die kleinere Teigportion auf die Größe des Blechs ausziehen und über die Trauben legen. Die Ränder beider Teiglagen sorgfältig zusammendrücken. Restliche Trauben in der Oberfläche verteilen und leicht eindrücken.

  7. 07

    Zweite Gare

    Die Schiacciata mit den übrigen 35 g Zucker und 15 ml Olivenöl bestreuen beziehungsweise beträufeln. Nach Wunsch die Fenchelsamen darübergeben. Abgedeckt weitere 20 bis 30 Minuten ruhen lassen. Inzwischen den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

  8. 08

    Backen

    Die Schiacciata auf der unteren mittleren Schiene 35 bis 40 Minuten backen, bis der Teig goldbraun und der Traubensaft am Rand eingedickt ist. Nach etwa 25 Minuten kontrollieren und bei zu starker Bräunung locker mit Backpapier abdecken.

  9. 09

    Servieren

    Das heiße Gebäck mit den restlichen 15 ml Olivenöl beträufeln. Mindestens 20 Minuten auf dem Blech abkühlen lassen, anschließend in Stücke schneiden und lauwarm oder bei Raumtemperatur servieren.

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Küchennotizen

Die kleinen Dinge, die zählen.

Küchennotiz: Für ein Backblech von etwa 30 × 40 cm auslegen. Besonders saftige Trauben können den Boden stärker durchfeuchten; das Blech deshalb gut ölen und die Früchte vollständig abtrocknen.

Die angegebene Wassermenge ist ein Ausgangswert. Bei sehr saugfähigem Mehl esslöffelweise bis zu 15 ml zusätzliches Wasser einarbeiten. Fenchelsamen sind optional und sollten sparsam dosiert werden.

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