Aus unserem Rezeptarchiv
Ein Rezept. Ein Stück Italien.
Bei dieser Crostata alle fragole treffen drei unterschiedliche Texturen aufeinander: ein mürber, goldbraun gebackener Boden, eine glatte Creme und saftige Erdbeeren. Weil die Früchte erst nach dem Backen auf den Kuchen kommen, behalten sie ihre frische Farbe und ihren charakteristischen Geschmack.
Die Zubereitung besteht aus mehreren gut planbaren Etappen. Mürbeteig und Creme können zuerst in Ruhe abkühlen, bevor die Crostata zusammengesetzt wird. Für ein sauberes Ergebnis sollten alle Bestandteile vollständig erkaltet und die Erdbeeren möglichst trocken sein.
Welche Erdbeeren eignen sich für die Crostata?
Am besten sind reife, aber noch feste Erdbeeren mit trockener, unbeschädigter Oberfläche. Sehr weiche Früchte geben schnell Saft ab und können die Creme verwässern. Mittelgroße Beeren lassen sich besonders gleichmäßig halbieren und in Kreisen anordnen. Die Erdbeeren zunächst kurz waschen, sorgfältig trocknen und erst anschließend das Grün entfernen. So nehmen sie weniger Wasser auf.
Außerhalb der Erdbeersaison lässt sich der Belag durch Himbeeren, Heidelbeeren oder eine Mischung fester Beeren ersetzen. Tiefgekühlte Früchte sind für die Dekoration weniger geeignet, da sie beim Auftauen viel Flüssigkeit abgeben.
So bleibt der Mürbeteig formstabil
Der Teig sollte nur so lange bearbeitet werden, bis er zusammenhält. Durch längeres Kneten wird er wärmer und kann nach dem Backen fester statt mürbe werden. Eine Ruhezeit im Kühlschrank festigt die Butter und erleichtert das Ausrollen. Wird der ausgekleidete Boden vor dem Backen nochmals gekühlt, sinkt außerdem das Risiko, dass die Ränder in der Form nach unten rutschen.
Da weder Creme noch Erdbeeren im Ofen gegart werden, muss der Boden vollständig blindgebacken werden. Backpapier und Backgewichte halten ihn zunächst flach. Nach dem Entfernen der Gewichte braucht er einige weitere Minuten, bis auch die Mitte trocken und leicht gebräunt ist.
Eine glatte Creme ohne Haut und Klümpchen
Für die Füllung werden Eigelb, Zucker und Speisestärke sorgfältig glatt gerührt, bevor die heiße Milch dazukommt. Anschließend wird die Mischung unter ständigem Rühren erhitzt. Sobald die Creme deutlich blubbert, genügt eine kurze weitere Kochzeit, damit die Stärke bindet. Direkt aufgelegte Frischhaltefolie verhindert beim Abkühlen eine Haut.
Vor dem Füllen kann die kalte Creme kurz mit dem Schneebesen glatt gerührt werden. Boden und Creme müssen vollständig abgekühlt sein: Warme Creme würde den Mürbeteig schneller aufweichen und könnte unter den Erdbeeren zu dünn werden.
Die Erdbeeren anordnen und glasieren
Für ein gleichmäßiges Muster werden die halbierten Erdbeeren von außen nach innen leicht überlappend auf die Creme gesetzt. Ein dünner Überzug aus erwärmter, passierter Aprikosenkonfitüre gibt den Früchten Glanz und schützt ihre Schnittflächen. Die Glasur sparsam aufpinseln, damit sich keine dicke, geleeartige Schicht bildet.
Servieren und aufbewahren
Nach dem Zusammensetzen sollte die Crostata etwa 30 Minuten kalt stehen. Dadurch wird die Creme fester und der Kuchen lässt sich sauberer schneiden. Im Kühlschrank hält sich die abgedeckte Erdbeertarte bis zu zwei Tage, der Boden wird jedoch mit der Zeit weicher. Für die beste Konsistenz deshalb möglichst am Tag des Zusammensetzens servieren und etwa 15 Minuten vorher aus dem Kühlschrank nehmen.
Poche parole. Grande sapore. ♡
