Aus unserem Rezeptarchiv
Ein Rezept. Ein Stück Italien.
Wenn Kakis so weich geworden sind, dass sie sich kaum noch in Stücke schneiden lassen, eignen sie sich besonders gut für einen Rührkuchen. Ihr fein püriertes Fruchtfleisch bringt natürliche Süße, Farbe und viel Feuchtigkeit in den Teig. Zusammen mit Backkakao und gehackter Zartbitterschokolade entsteht eine Torta di cachi e cioccolato mit kräftigem Kakaoaroma und einer angenehm weichen Krume.
Der Teig kommt ohne Milch aus, denn das Kakipüree liefert bereits reichlich Flüssigkeit. Etwas neutrales Pflanzenöl hält den Kuchen auch nach dem Abkühlen geschmeidig, während die aufgeschlagenen Eier und eine kleine Menge Backpulver für Lockerung sorgen. Entscheidend sind vor allem der richtige Reifegrad der Früchte, ein behutsam vermischter Teig und ausreichend Zeit im Ofen.
Welche Kakis eignen sich für den Kuchen?
Für das Rezept werden 350 Gramm Fruchtfleisch benötigt. Bei adstringierenden Sorten sollte die Schale tief orange und die Frucht vollständig weich sein; unreife Exemplare können ein pelziges, zusammenziehendes Mundgefühl hinterlassen. Nicht adstringierende Kakis können zwar auch fest gegessen werden, lassen sich für diesen Kuchen aber ebenfalls am besten sehr reif verarbeiten. Das Fruchtfleisch wird ohne Stielansatz und mögliche Kerne glatt püriert. Ist es auffällig wässrig, sollte es vor dem Abwiegen kurz in einem feinen Sieb abtropfen.
Kakao und Schokolade richtig kombinieren
Ungesüßter Backkakao verteilt den Schokoladengeschmack gleichmäßig im Teig, während grob gehackte Zartbitterschokolade beim Backen kleine, weich schmelzende Stücke bildet. Eine Schokolade mit etwa 60 bis 70 Prozent Kakaoanteil setzt einen herben Gegenpunkt zur Süße der Früchte. Wer es milder mag, kann eine weniger kräftige Zartbitterschokolade verwenden. Die geriebene Orangenschale ist optional, hebt aber die fruchtige Seite des Kuchens hervor, ohne Kakao und Kaki zu überdecken.
So bleibt die Krume saftig statt klitschig
Das Kakipüree wird erst nach dem Aufschlagen von Eiern und Zucker untergerührt. Anschließend kommen die gesiebten trockenen Zutaten nur so lange hinzu, bis keine Mehlnester mehr sichtbar sind. Zu langes Rühren kann die Krume kompakt machen. Da der Teig sehr feucht ist, wird der Kuchen bei moderaten 175 °C gebacken. Eine zu hohe Temperatur würde den Rand früh fest werden lassen, während die Mitte noch roh bleibt.
Die Stäbchenprobe sollte an einer Stelle ohne sichtbares Schokoladenstück erfolgen: Einige feuchte Krümel sind in Ordnung, flüssiger Teig dagegen nicht. Wird die Oberfläche zu dunkel, kann sie gegen Ende der Backzeit locker mit Backpapier abgedeckt werden. Nach dem Backen bleibt der Kuchen zunächst in der Form, damit sich die noch empfindliche Krume stabilisieren kann.
Servieren, variieren und aufbewahren
Vollständig ausgekühlt lässt sich die Torta sauber schneiden und einfach mit etwas Backkakao bestäuben. Als Dessert passen leicht geschlagene Sahne, Naturjoghurt oder ein Löffel Mascarpone dazu. Für eine nussige Variante können 50 Gramm der Schokolade durch geröstete, grob gehackte Haselnüsse ersetzt werden. Luftdicht verpackt bleibt der Kuchen an einem kühlen Ort etwa zwei Tage saftig; bei längerer Aufbewahrung gehört er wegen seines hohen Fruchtanteils in den Kühlschrank. Vor dem Servieren sollte er wieder Raumtemperatur annehmen.
Poche parole. Grande sapore. ♡



