Aus unserem Rezeptarchiv
Ein Rezept. Ein Stück Italien.
Bei Pasta e lenticchie werden Linsen und Nudeln nicht getrennt serviert, sondern direkt miteinander gegart. Dadurch nimmt die Pasta den Geschmack des Gemüseansatzes auf, während ihre Stärke die Flüssigkeit leicht bindet. Das Ergebnis liegt zwischen Pastagericht und dickem Eintopf: saftig genug für den Löffel, aber deutlich cremiger als eine klassische Suppe.
Diese pflanzliche Variante setzt auf Zwiebel, Karotte, Sellerie, Knoblauch und etwas Tomatenmark. Rosmarin und Lorbeer geben dem Gericht Würze, ohne den erdigen Geschmack der Linsen zu überdecken. Da nur wenige Zutaten verwendet werden, sind ein gutes Olivenöl, eine aromatische Gemüsebrühe und die passende Linsensorte besonders wichtig.
Welche Linsen eignen sich?
Braune oder grüne Linsen sind für dieses Rezept eine gute Wahl, weil sie beim Garen weich werden, aber nicht sofort vollständig zerfallen. Kleine Sorten benötigen häufig keine Einweichzeit; maßgeblich ist jedoch immer die Angabe auf der Verpackung. Rote, geschälte Linsen garen wesentlich schneller und ergeben eine weichere, breiigere Konsistenz. Wer sie verwendet, muss die Garzeit und wahrscheinlich auch die Flüssigkeitsmenge reduzieren.
Vor dem Kochen werden die trockenen Linsen verlesen und in einem Sieb gründlich abgespült. Bereits gegarte Linsen aus Dose oder Glas sind ebenfalls möglich. Sie sollten abgespült und erst kurz vor den Nudeln hinzugefügt werden, da sie sonst zu stark zerfallen. Gleichzeitig verkürzt sich die Kochzeit des Gerichts deutlich.
Die richtige Pasta für Linsengerichte
Kleine Hohlnudeln wie Ditalini, Tubetti oder kurze Makkaroni lassen sich gut mit den Linsen aufnehmen und garen gleichmäßig im Topf. Auch gemischte kurze Pasta ist geeignet, sofern die Stücke ähnliche Garzeiten haben. Sehr große Formen sind weniger praktisch, weil sie mehr Flüssigkeit benötigen und das Verhältnis zwischen Pasta und Linsen verändern.
So entsteht die cremige Konsistenz
Die Nudeln werden direkt in der Linsenbasis gekocht. Dabei sollte die heiße Brühe portionsweise zugegeben und regelmäßig umgerührt werden, besonders während der letzten Minuten. So setzt die Pasta Stärke frei, ohne am Topfboden festzukleben. Die Masse darf während des Garens etwas flüssiger erscheinen als gewünscht, denn beim anschließenden Ruhen dickt sie weiter an.
Ist das Gericht zu fest, wird schluckweise heiße Brühe eingerührt. Bei zu viel Flüssigkeit hilft kurzes offenes Köcheln. Zusätzliche Cremigkeit entsteht, wenn einige Linsen mit dem Kochlöffel am Topfrand zerdrückt werden. Ein Mixer ist dafür nicht erforderlich und würde die Struktur schnell zu gleichmäßig machen.
Würzen und sinnvoll variieren
Rosmarin und Lorbeer sollten als ganze Zweige beziehungsweise Blätter mitgaren, damit sie vor dem Servieren leicht entfernt werden können. Für eine pikante Variante kann mit dem Knoblauch eine kleine getrocknete Chilischote angeschwitzt werden. Etwas mehr Tomatenmark oder wenige gehackte Tomaten machen die Basis fruchtiger; dann kann geringfügig weniger Brühe nötig sein.
Geriebener Hartkäse ist für eine cremige Bindung nicht notwendig. Wer das Gericht nicht vegan zubereiten möchte, kann ihn separat dazu reichen. Fein gehackte Petersilie, schwarzer Pfeffer und ein wenig Olivenöl ergänzen die fertige Pasta, ohne die Linsen zu überdecken.
Servieren und aufbewahren
Pasta e lenticchie schmeckt direkt nach der kurzen Ruhezeit am ausgewogensten. Beim Abkühlen saugen die Nudeln weitere Flüssigkeit auf. Reste können abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt und beim Erwärmen mit etwas Wasser oder Gemüsebrühe gelockert werden. Dabei langsam erhitzen und regelmäßig umrühren, damit die Pasta nicht am Topfboden ansetzt.
Poche parole. Grande sapore. ♡
