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Pasta e lenticchie

Italienisch kochen

Pasta e lenticchie

Pasta e lenticchie verbindet zarte Linsen und kleine Nudeln in einem würzigen, angenehm cremigen Eintopfgericht aus nur einem Topf.

Gesamtzeit
1 Std.
Portionen
4 Portionen
Schwierigkeit
einfach
Zutaten
14
Vorbereitung
15 Min.
Kochzeit
45 Min.
Küche
Italienisch
Gericht
Hauptgerichte, Pasta
Schritte
6

Aus unserem Rezeptarchiv

Ein Rezept. Ein Stück Italien.

Bei Pasta e lenticchie werden Linsen und Nudeln nicht getrennt serviert, sondern direkt miteinander gegart. Dadurch nimmt die Pasta den Geschmack des Gemüseansatzes auf, während ihre Stärke die Flüssigkeit leicht bindet. Das Ergebnis liegt zwischen Pastagericht und dickem Eintopf: saftig genug für den Löffel, aber deutlich cremiger als eine klassische Suppe.

Diese pflanzliche Variante setzt auf Zwiebel, Karotte, Sellerie, Knoblauch und etwas Tomatenmark. Rosmarin und Lorbeer geben dem Gericht Würze, ohne den erdigen Geschmack der Linsen zu überdecken. Da nur wenige Zutaten verwendet werden, sind ein gutes Olivenöl, eine aromatische Gemüsebrühe und die passende Linsensorte besonders wichtig.

Welche Linsen eignen sich?

Braune oder grüne Linsen sind für dieses Rezept eine gute Wahl, weil sie beim Garen weich werden, aber nicht sofort vollständig zerfallen. Kleine Sorten benötigen häufig keine Einweichzeit; maßgeblich ist jedoch immer die Angabe auf der Verpackung. Rote, geschälte Linsen garen wesentlich schneller und ergeben eine weichere, breiigere Konsistenz. Wer sie verwendet, muss die Garzeit und wahrscheinlich auch die Flüssigkeitsmenge reduzieren.

Vor dem Kochen werden die trockenen Linsen verlesen und in einem Sieb gründlich abgespült. Bereits gegarte Linsen aus Dose oder Glas sind ebenfalls möglich. Sie sollten abgespült und erst kurz vor den Nudeln hinzugefügt werden, da sie sonst zu stark zerfallen. Gleichzeitig verkürzt sich die Kochzeit des Gerichts deutlich.

Die richtige Pasta für Linsengerichte

Kleine Hohlnudeln wie Ditalini, Tubetti oder kurze Makkaroni lassen sich gut mit den Linsen aufnehmen und garen gleichmäßig im Topf. Auch gemischte kurze Pasta ist geeignet, sofern die Stücke ähnliche Garzeiten haben. Sehr große Formen sind weniger praktisch, weil sie mehr Flüssigkeit benötigen und das Verhältnis zwischen Pasta und Linsen verändern.

So entsteht die cremige Konsistenz

Die Nudeln werden direkt in der Linsenbasis gekocht. Dabei sollte die heiße Brühe portionsweise zugegeben und regelmäßig umgerührt werden, besonders während der letzten Minuten. So setzt die Pasta Stärke frei, ohne am Topfboden festzukleben. Die Masse darf während des Garens etwas flüssiger erscheinen als gewünscht, denn beim anschließenden Ruhen dickt sie weiter an.

Ist das Gericht zu fest, wird schluckweise heiße Brühe eingerührt. Bei zu viel Flüssigkeit hilft kurzes offenes Köcheln. Zusätzliche Cremigkeit entsteht, wenn einige Linsen mit dem Kochlöffel am Topfrand zerdrückt werden. Ein Mixer ist dafür nicht erforderlich und würde die Struktur schnell zu gleichmäßig machen.

Würzen und sinnvoll variieren

Rosmarin und Lorbeer sollten als ganze Zweige beziehungsweise Blätter mitgaren, damit sie vor dem Servieren leicht entfernt werden können. Für eine pikante Variante kann mit dem Knoblauch eine kleine getrocknete Chilischote angeschwitzt werden. Etwas mehr Tomatenmark oder wenige gehackte Tomaten machen die Basis fruchtiger; dann kann geringfügig weniger Brühe nötig sein.

Geriebener Hartkäse ist für eine cremige Bindung nicht notwendig. Wer das Gericht nicht vegan zubereiten möchte, kann ihn separat dazu reichen. Fein gehackte Petersilie, schwarzer Pfeffer und ein wenig Olivenöl ergänzen die fertige Pasta, ohne die Linsen zu überdecken.

Servieren und aufbewahren

Pasta e lenticchie schmeckt direkt nach der kurzen Ruhezeit am ausgewogensten. Beim Abkühlen saugen die Nudeln weitere Flüssigkeit auf. Reste können abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt und beim Erwärmen mit etwas Wasser oder Gemüsebrühe gelockert werden. Dabei langsam erhitzen und regelmäßig umrühren, damit die Pasta nicht am Topfboden ansetzt.

Poche parole. Grande sapore. ♡

Zutaten

Linsenbasis

Pasta und Abschluss

So wird’s gemacht

  1. 01

    Vorbereitung

    Das Olivenöl in einem breiten, schweren Topf bei mittlerer Hitze erwärmen. Zwiebel, Karotte und Sellerie hineingeben und unter gelegentlichem Rühren 6–8 Minuten weich dünsten, ohne das Gemüse stark zu bräunen.

  2. 02

    Linsenbasis

    Knoblauch und Tomatenmark einrühren und etwa 1 Minute anschwitzen. Linsen, Rosmarin und Lorbeer hinzufügen. Mit etwa 1,1 Litern heißer Gemüsebrühe aufgießen und aufkochen.

  3. 03

    Die Hitze reduzieren und die Linsen bei leicht geöffnetem Deckel 22–30 Minuten sanft köcheln lassen. Gelegentlich umrühren. Sie sollen fast weich sein, aber noch nicht vollständig zerfallen. Falls nötig, etwas von der übrigen heißen Brühe ergänzen.

  4. 04

    Pasta

    Rosmarin, Lorbeer und Knoblauch entfernen. Die Pasta einrühren und nach Packungsangabe al dente garen. Häufig umrühren und nach und nach so viel heiße Brühe zugeben, dass die Pasta stets von einer dickflüssigen, löffelbaren Linsenbasis umgeben ist.

  5. 05

    Abschluss

    Einige Linsen am Topfrand mit dem Kochlöffel zerdrücken. Mit Salz und schwarzem Pfeffer abschmecken. Ist die Pasta zu fest, noch etwas Brühe einrühren; ist sie zu flüssig, 1–2 Minuten offen weiterköcheln lassen.

  6. 06

    Den Topf vom Herd nehmen und Pasta e lenticchie 3 Minuten ruhen lassen. Noch einmal umrühren, auf tiefe Teller verteilen und mit dem restlichen Olivenöl sowie frisch gemahlenem Pfeffer servieren.

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Pasta e lenticchie

Küchennotizen

Die kleinen Dinge, die zählen.

  • Die Garzeit trockener Linsen schwankt je nach Sorte und Alter. Verpackungsangaben berücksichtigen und die Linsen vor Zugabe der Pasta probieren.
  • Von der Brühe zunächst etwa 1,1 Liter verwenden und den Rest heiß zum Nachgießen bereithalten.
  • Beim Praxistest prüfen, ob 220 g Pasta nach der Ruhezeit die gewünschte löffelbare Konsistenz ergeben.
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