Aus unserem Rezeptarchiv
Ein Rezept. Ein Stück Italien.
Bei dieser Pasta treffen kräftiger Cavolo nero und milde Cannellini-Bohnen auf eine sämige Sauce, die ganz ohne Sahne auskommt. Ein Teil der Bohnen wird dafür mit Nudelwasser püriert: So verbindet sich der Gemüsefond mit der Pasta, während die übrigen Bohnen dem Gericht Struktur geben.
Knoblauch, Rosmarin und etwas Chiliflocken setzen aromatische Akzente, ohne den leicht herben Geschmack des Kohls zu überdecken. Kurze Nudeln wie Casarecce, Fusilli oder Rigatoni eignen sich besonders gut, weil sich Bohnen, Kohlstreifen und Sauce in ihren Windungen und Öffnungen sammeln.
Cavolo nero richtig vorbereiten
Die kräftige Mittelrippe älterer Blätter bleibt auch nach kurzer Garzeit häufig zäh. Am einfachsten hältst du jedes Blatt am unteren Ende fest und streifst den grünen Teil mit der anderen Hand von der Rippe. Sehr junge, dünne Stiele kannst du fein schneiden und zusammen mit der Zwiebel anschwitzen. Die Blätter werden anschließend quer in schmale Streifen geschnitten, damit sie sich gleichmäßig unter die Pasta mischen.
Cannellini als Basis für die cremige Sauce
Vorgegarte Bohnen machen das Rezept unkompliziert. Spüle sie kurz ab, wenn die Flüssigkeit aus der Dose stark gesalzen oder dickflüssig ist. Etwa ein Drittel der Cannellini wird mit heißem Nudelwasser fein püriert. Diese Bohnencreme bindet die Sauce, ohne dass Butter, Sahne oder Käse nötig sind. Die restlichen Bohnen kommen ganz in die Pfanne und sollten nur vorsichtig untergehoben werden, damit sie nicht vollständig zerfallen.
Den Schwarzkohl langsam weich schmoren
Cavolo nero benötigt mehr Zeit als zarter Blattspinat. Nach dem Anschwitzen des Würzgemüses wird er daher mit etwas Wasser zunächst zugedeckt gegart. Die Blätter sollen weich werden, dürfen aber noch etwas Biss behalten. Ist die Pfanne zu trocken, gib schluckweise weiteres Wasser hinzu. Zu starke Hitze kann dagegen Knoblauch und Blattränder bitter werden lassen.
Pasta und Sauce in der Pfanne verbinden
Koche die Nudeln etwa zwei Minuten kürzer als auf der Packung angegeben und beende ihre Garzeit direkt in der Sauce. Dabei nehmen sie Geschmack auf und geben zusätzliche Stärke ab. Das zurückbehaltene Nudelwasser nicht auf einmal zugießen: Beginne mit einer kleinen Menge und ergänze nur so viel, bis die Sauce glänzend an der Pasta haftet. Nach dem Ausschalten des Herds sorgt ein Schuss Olivenöl für eine geschmeidige Konsistenz.
Varianten und Aufbewahrung
Für eine weniger pikante Variante lässt du die Chiliflocken weg. Statt Rosmarin passt auch Salbei, während geriebene Zitronenschale dem fertigen Gericht eine frischere Note gibt. Wer keine Casarecce bekommt, verwendet Fusilli, kurze Rigatoni oder Mezze Maniche. Ein Teil des Cavolo nero lässt sich durch Wirsing ersetzen, dessen Garzeit je nach Schnitt etwas kürzer ausfallen kann.
Reste können gut verschlossen im Kühlschrank aufbewahrt werden. Beim Erwärmen in der Pfanne solltest du etwas Wasser zugeben, da Pasta und Bohnen die Sauce weiter aufsaugen. Ein abschließender Spritzer Olivenöl und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer bringen die Aromen wieder deutlicher zur Geltung.
Poche parole. Grande sapore. ♡




