Aus unserem Rezeptarchiv
Ein Rezept. Ein Stück Italien.
Frittelle di ricotta sind kleine, herzhaft gewürzte Ricottaküchlein mit einer goldbraunen Hülle und einem weichen, saftigen Kern. Geriebener Parmesan gibt dem milden Frischkäse mehr Würze, während Petersilie und etwas Zitronenschale für einen frischen Akzent sorgen. Die Frittelle schmecken am besten warm und eignen sich als Antipasto, als Teil einer gemischten Vorspeisenplatte oder als kleiner Imbiss.
Der Teig wird ohne aufwendige Vorbereitung in einer Schüssel zusammengerührt und anschließend portionsweise in heißem Öl ausgebacken. Entscheidend sind dabei eine möglichst trockene Ricotta, die richtige Konsistenz der Masse und eine gleichmäßige Öltemperatur. So behalten die Küchlein ihre Form, bräunen außen zügig und bleiben innen angenehm locker.
Welche Ricotta eignet sich für die Frittelle?
Am einfachsten lässt sich eine kompakte Ricotta aus Kuhmilch verarbeiten. Sie sollte frisch, aber nicht wässrig sein. Befindet sich viel Molke in der Packung, die Ricotta vor dem Abwiegen in ein feines Sieb geben und gut abtropfen lassen. Eine feuchte Ricotta verlangt nach mehr Mehl; dadurch werden die Frittelle jedoch schneller fest und verlieren einen Teil ihrer cremigen Textur. Ricotta aus Schafsmilch kann ebenfalls verwendet werden und ergibt ein kräftigeres Aroma.
So bekommt der Teig die richtige Konsistenz
Die fertige Masse soll weich sein, aber auf einem Löffel als Portion zusammenhalten. Zunächst nur die angegebene Mehlmenge einarbeiten und den Teig kurz kalt stellen. Während dieser Ruhezeit bindet das Mehl zusätzliche Feuchtigkeit. Ist die Masse danach noch deutlich fließend, kann esslöffelweise wenig Mehl ergänzt werden. Zu viel Mehl sollte vermieden werden, weil die Küchlein sonst kompakt statt zart werden.
Die richtige Temperatur beim Ausbacken
Eine Öltemperatur von etwa 170 bis 175 °C sorgt dafür, dass die Frittelle bräunen, ohne außen zu dunkel zu werden. Bei zu kaltem Öl nehmen sie unnötig viel Fett auf und können auseinanderlaufen; bei überhitztem Öl färben sie sich, bevor das Ei im Inneren gestockt ist. Die Portionen deshalb nicht zu groß formen und nur wenige gleichzeitig ausbacken, damit die Temperatur nicht stark absinkt.
Würzen und variieren
Petersilie, schwarzer Pfeffer und fein abgeriebene Zitronenschale ergänzen die Ricotta, ohne ihren milden Geschmack zu überdecken. Statt Petersilie passen fein geschnittener Schnittlauch, Basilikum oder Minze. Für mehr Würze kann ein Teil des Parmesans durch Pecorino ersetzt werden; dann sollte das zusätzliche Salz besonders sparsam dosiert werden. Auch eine kleine Prise Chiliflocken lässt sich in den Teig geben.
Servieren und aufbewahren
Nach dem Frittieren kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen und noch warm servieren. Dazu passen ein schlichter Tomatendip, Zitronenspalten oder ein Salat mit einer säuerlichen Vinaigrette. Übrig gebliebene Frittelle sollten zügig abkühlen und abgedeckt in den Kühlschrank gestellt werden. Dort halten sie sich bis zum nächsten Tag; zum Aufwärmen eignet sich der Backofen besser als die Mikrowelle, da die Außenseite darin wieder etwas trockener und knuspriger wird.
Poche parole. Grande sapore. ♡
