Aus unserem Rezeptarchiv
Ein Rezept. Ein Stück Italien.
Peperoni ripieni di riso verbinden zarte Ofenpaprika mit einer aromatischen Füllung aus Reis, Tomaten, Zucchini und mediterranen Würzzutaten. Die Paprikaschoten dienen dabei nicht nur als essbare Hülle: Während des Backens geben sie Saft und Süße an den Reis ab. Oliven, Kapern und frisches Basilikum setzen kräftige Akzente, ohne dass Käse oder Fleisch benötigt werden.
Damit sowohl die Paprika als auch der Reis den richtigen Garpunkt erreichen, werden die Schoten zunächst kurz vorgebacken und die Reiskörner nur teilweise im Topf gegart. Anschließend vollendet sich das Gericht gemeinsam im Ofen. So bleibt die Füllung saftig, während die Paprika weich wird und dennoch ihre Form behält.
Welche Paprika eignen sich zum Füllen?
Am praktischsten sind große, möglichst gleichmäßig geformte rote oder gelbe Paprikaschoten. Sie lassen sich stabil in eine Auflaufform setzen und bieten ausreichend Platz für die Füllung. Durch das Halbieren der Länge nach entstehen breite Schalen, die schneller und gleichmäßiger garen als ganze Paprika. Kerne und helle Innenhäute sollten sorgfältig entfernt werden, der Stielansatz kann für eine ansprechende Form an den Hälften bleiben.
Den Reis bewusst nur vorgaren
Der Reis soll nach dem kurzen Köcheln noch einen deutlich festen Kern besitzen. Er nimmt später im Ofen weitere Flüssigkeit aus den Tomaten, der Brühe und den Paprikaschoten auf. Wird er bereits im Topf vollständig weich gekocht, kann die Füllung nach dem Backen breiig werden. Geeignet sind kompakte Reissorten wie Arborio, Carnaroli oder Ribe. Langkornreis ist ebenfalls möglich, benötigt je nach Sorte aber eine angepasste Flüssigkeitsmenge und Garzeit.
So bleibt die Reisfüllung saftig
Nach dem Vorgaren darf die Reismischung noch locker und leicht feucht wirken. Sie wird nur lose in die Paprikahälften gegeben und nicht festgedrückt, damit die Körner beim Quellen genügend Platz haben. Das anfängliche Abdecken der Form bremst die Verdunstung und unterstützt das gleichmäßige Garen. Erst zum Schluss wird die Abdeckung entfernt, sodass die Oberfläche leicht anrösten kann, ohne auszutrocknen.
Oliven und Kapern richtig dosieren
Oliven und Kapern bringen Salz und Säure in die Füllung. Deshalb sollte die Gemüsebrühe möglichst mild sein und zusätzliches Salz erst nach dem Abschmecken dazukommen. Kapern aus Salzlake werden kurz abgespült; stark gesalzene Kapern müssen zuvor gewässert werden. Wer es milder mag, reduziert die Kapernmenge oder ersetzt einen Teil der Oliven durch zusätzliche Zucchini. Frisches Basilikum kommt erst nach dem Vorkochen zum Reis, damit sein Aroma erhalten bleibt.
Varianten, Beilagen und Aufbewahrung
Für eine cremigere vegetarische Variante können vor dem Füllen kleine Würfel Mozzarella oder Scamorza unter den abgekühlten Reis gemischt werden. Weiße Bohnen oder gegarte Linsen machen die pflanzliche Version noch gehaltvoller; in diesem Fall die Reismenge etwas reduzieren. Zu den gefüllten Paprika passen ein grüner Salat oder schlichtes geröstetes Brot. Reste sollten zügig abkühlen und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Innerhalb von zwei Tagen lassen sie sich bei etwa 180 °C im Ofen schonend erhitzen; ein kleiner Schuss Wasser in der Form schützt den Reis dabei vor dem Austrocknen.
Poche parole. Grande sapore. ♡

